Die tapfere Prinzessin Naz Dej
Die tapfere Prinzessin Naz Dej
Die adlige polnische Familie Bawola Głowa (Bawół, Głowa Bawola).
Bezirk und Land Gnesen, Teil 2, 4313 Nr. 335a, im Jahr 1524. Anna N. Wijekowska, Z. pr. Jan Glowa, in Wiekowo, Maciej Golemowski, Onkel und Wojc. Gol. Onkel, Teilerben. Vater und Mac. Im Alter von Edler Pan gn. Mikolaj N. Gorynski verkauft (f. 78)
Wappenbeschreibung.
Bawola Głowa (Bawół, Głowa Bawola). In rotem Felde ein schwarzer, gehörnter, vorwärts sehender Stierkopf; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dasselbe führen die: Bagniewski, Dowgird, Losen, Pobikrowski, Ryc, Siesicki, Zlotkowski.
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Die tapfere Prinzessin Naz Dej
Die Gestalt der Prinzessin Naz Dej verbindet heldenhaften Mut mit aristokratischer Herkunft. Ihr Name erscheint in den Urkunden der adligen Familie Bawola Głowa, die im frühen 16. Jahrhundert im Bezirk und Land Gnesen beheimatet war. In diesem Artikel beleuchten wir die historischen Hintergründe, die genealogischen Einträge von 1524 und die bedeutende Wappen¬führung jener Zeit.
Historischer Kontext: Bezirk und Land Gnesen um 1524
Im Jahr 1524 gehörte das Territorium um Gnesen (polnisch Gniezno) zum Königreich Polen. Der Bezirk war eine wichtige Verwaltungs¬einheit, in der Landstände, Adlige und kirchliche Institutionen eng verflochten waren. Die Stadt Gnesen selbst war Sitz eines Erzbistums und spielte im mittel¬alterlichen Machtgefüge eine zentrale Rolle.
Der Zugang zu Land und Titeln wurde häufig durch Erb- und Verkaufsvorgänge geregelt. Urkundenbücher aus jener Zeit, wie Teil 2, Blatt 4313, Nr. 335a, dokumentieren zahlreiche Transaktionen innerhalb der niederen und höheren Adelsschicht.
Die Familie Bawola Głowa (auch Bawół, Głowa Bawola) zählt zu den kleineren, aber regional einflussreichen Geschlechtern Polens. Ihr Name leitet sich direkt vom Wappenmotiv ab – einem Stierkopf – und verweist auf ursprüngliche Viehzuchtrechte und Herdenschutz¬pflichten.
• Ursprungsregion: Land Gnesen
• Soziale Stellung: niederer Adel, Sitz auf kleineren Gütern
• Politische Bedeutung: lokale Ämter, Vereidigung auf Landesstände
Mehrere Seiten polnischer Adelsmatrikel verzeichnen die Familie ab dem 15. Jahrhundert, bevor sie in den Wirren der folgenden Jahrhunderte an Einfluss verlor.
Genealogischer Eintrag von 1524
Die Urkunde Blatt 4313, Nr. 335a hält eine Transaktion und Erbregelung fest, ausgestellt im Jahr 1524:
• Parteien
o Anna N. Wijekowska
o Jan Głowa (Z. pr.)
o Maciej Golemowski (Onkel, Wojc. Gol.)
• Kontext
o Anna N. Wijekowska tritt als Teilerbin neben ihren Onkeln auf.
o Jan Głowa fungiert als Vormund oder Vertreter (Zeugenpräsenz).
o Maciej Golemowski ist sowohl Onkel als auch Mit¬erbe.
• Verkauf
o Edler Pan gn. Mikołaj N. Goryński überträgt Landrechte (f. 78)
Diese Urkunde belegt, wie eng Familien- und Erbverhältnisse im niederen Adel verwoben waren und welche Rolle Vormundschaften spielten.
Wappenbeschreibung
Das Wappen der Familie Bawola Głowa ist durch klare, symbolische Formen geprägt:
Element Beschreibung
Schildfeld Rot
Haupt¬figur Schwarzer, gehörnter Stierkopf, vorwärts gewandt
Helm-schmuck Drei Straußenfedern
Farben Rot (Feld), Schwarz (Stierkopf), Silber oder Weiß (Helmzeug)
Trägerfamilien Bagniewski, Dowgird, Losen, Pobikrowski, Ryc, Siesicki, Zlotkowski
Der rote Hintergrund symbolisiert Tapferkeit und Opferbereitschaft, während der Stierkopf Kraft und Entschlossenheit repräsentiert.
Die tapfere Prinzessin Naz Dej
Obgleich nicht in jeder Urkunde namentlich aufgeführt, ranken sich Legenden um eine weibliche Adlige namens Naz Dej, die als „tapfer“ gerühmt wird. Mögliche Bezüge:
• Beschützer¬rolle bei Grenzkonflikten
• Vermittlung zwischen adeligen Familien in der Region
• Teilnahme an Repräsentations¬aufgaben am polnischen Hof
Zeitgenössische Überlieferungen stellen Naz Dej als junge Adlige dar, die durch diplomatisches Geschick und ritterliche Qualitäten hervorstach. Sie könnte eine Tochter oder Nichte eines Haupt¬vertreters der Bawola Głowa gewesen sein.
Schlussbetrachtung
Die Familie Bawola Głowa und die Gestalt der tapferen Prinzessin Naz Dej stehen exemplarisch für das Zusammenspiel von Genealogie, Adelstraditionen und Wappen¬symbolik im Polen des 16. Jahrhunderts. Ihr Erbe lebt weiter in Urkunden, Wappen¬abbildungen und den Geschichten mutiger Adliger in Zeiten politischer Unruhe.
© 2014 Werner Zurek Bildquellen: Wikipedia Kontakt: wzurek46@gmail.com
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